Jichud

Jichud – ein hebräisches Wort, das „Einheit“ oder „Verbindung“ bedeutet – steht für das musikalische und erzählerische Zusammenführen verschiedener kultureller Stimmen. Das Ensemble widmet sich der reichen Tradition jiddischer Lieder und der ausdrucksstarken Klangwelt der Klezmermusik. In ihren Melodien verbinden sich Lebensfreude und Melancholie, Tanz und Erinnerung – Musik, die von Festen, von Alltag, von Hoffnung und von der Erfahrung jüdischen Lebens erzählt.
Ergänzt wird das musikalische Programm durch eine Lesung aus dem Roman „BeiderZeit – Als die Lauter Jordan hieß“ von Markus Ege. Das Buch entstand aus intensiven historischen Recherchen über das Leben im Dorf Buttenhausen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb war über lange Zeit von jüdischem und christlichem Zusammenleben geprägt und entwickelte eine besondere kulturelle Atmosphäre.
Musik und Literatur treten in diesem Programm in einen lebendigen Dialog: Während die jiddischen Lieder und die Klezmermusik die emotionale und kulturelle Welt des osteuropäischen Judentums hörbar machen, lässt der Roman die Geschichte jüdischen Lebens in Süddeutschland wiederaufleben. So entsteht ein Abend, der Erinnerungen bewahrt, Geschichten erzählt und kulturelle Verbindungen hörbar macht.
Eintritt: spendenbasiert
